Viele Lebensmittel, die für uns Menschen sehr lecker oder sehr gesund sind, vertragen unsere Vierbeiner überhaupt nicht. Es ist wichtig, dass du ein Bewusstsein dafür entwickelst, welche Lebensmittel dein Hund nicht essen darf. Denn die falschen Lebensmittel können bei unseren vierbeinigen Freunden zu schweren Vergiftungen oder sogar Organschäden führen. Deshalb verraten wir dir in diesem Übersichtsartikel, was deine Fellnase nicht fressen sollte.
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Welches Gemüse dürfen Hunde nicht essen?
Es gibt eine Reihe von Gemüsesorten, die für Hunde schädlich sind:
- In Avocados steckt der für Hunde giftige Stoff Persin, der nicht nur Durchfälle, sondern auch lebensbedrohliche Symptome wie eine Herzmuskelschwäche auslösen kann. Falls dein Hund einen Avocado-Kern verschluckt, könnte dieser zudem einen lebensbedrohlichen Darm-Verschluss auslösen.
- Auch Zwiebelgewächse wie Zwiebeln und Knoblauch sind für Hunde giftig. Schon fünf Gramm reichen aus, um Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Blut im Urin hervorzurufen.
- Nachtschattengewächse, zu denen Auberginen, Kartoffeln oder auch Paprika gehören, sind für Hunde im rohen Zustand ebenfalls giftig. Ursächlich dafür ist der Giftstoff Solanin, dessen Aufnahme zu Symptomen wie Durchfall, Erbrechen und gereizten Schleimhäuten führt.
- Rohe Hülsenfrüchte sind durch das enthaltene Phasin ebenfalls giftig. Sie lassen die roten Blutkörperchen verklumpen und lösen Komplikationen wie Magen-Darm-Blutungen, Leberschwellungen sowie Erbrechen, Durchfall und Fieber aus.
Dieses Obst dürfen Hunde nicht fressen
Viele Arten von Früchten und Obstsorten sind für Hunde gut bekömmlich. Die nachfolgenden Sorten jedoch nicht:
- Der Verzehr von Weintrauben löst bei Hunden eine sogenannte Hyperkalzämie aus. Durch den erhöhten Calciumspiegel können sich Nierensteine bilden. Darüber hinaus kommt es bereits ab einer Menge von 10 Gramm Weintrauben zu Vergiftungserscheinungen wie Durchfällen, Erbrechen oder auch Magenkrämpfen.
- Sternenfrüchte beinhalten die sogenannte Oxalsäure, die in großen Mengen ebenfalls zu Nierenschäden oder sogar Nierenversagen führen kann. Deshalb sollte dieses Obst von deinem Hund ebenfalls nicht gefressen werden.
Diese Nüsse sind für Hunde giftig
- Macadamia-Nüsse sind nicht nur besonders fettig – in ihnen steckt außerdem der Stoff Amygdalin. Im Zuge des Verdauungsprozesses wandelt sich dieser in Blausäure und schadet dem Atmungsprozess der Zellen. Bereits nach einer Menge von 2 Gramm je Kilo Körpergewicht kann ein Hund schwerwiegende Gesundheitsbeschwerden wie Muskelzittern, Durchfall, Fieber oder auch epileptische Anfälle bekommen.
- Auch Bittermandeln und Fruchtkerne enthalten Amygdalin und sollten daher für deinen vierbeinigen Freund Tabu sein.
- In Muskatnüssen sind sogar Halluzinogene enthalten, die in einer hohen Dosierung toxisch wirken.
Weitere Lebensmittel, die dein Hund nicht essen sollte
Schokolade: Für uns mag eine Tafel Schokolade eine leckere Süßigkeit sein, doch für Hunde ist sie durch das darin enthaltene Theobromin giftig. Insbesondere in dunkler Schokolade steckt viel Theobromin, das bereits ab einer Dosis von etwa 50 Gramm zu Erbrechen, Zittern, Atemnot, Krampfanfällen und Herzversagen führen kann.
Rohes Schweinefleisch: Verfüttere niemals rohes Schweinefleisch an deinen Vierbeiner. Denn dadurch könnte er sich mit dem sogenannten Aujeszky-Virus anstecken, dessen Ansteckung für Vierbeiner leider immer tödlich endet.
Süßstoff: Den Zucker‐Ersatzstoff Xylit vertragen Hunde nicht. Nach dem Verzehr von Xylitol-haltigen Lebensmitteln kann es zu Symptomen wie Erbrechen und Durchfall sowie zu einem lebensbedrohlichen Blutzuckerabfall kommen.
Rosinen: Für Hunde sind Rosinen nicht nur ungesund, sondern unter Umständen tödlich. In großen Mengen verzehrt, lösen sie schwerwiegende Krankheitssymptome wie Durchfall und Erbrechen aus.
Knochen: Ein Knochen als Leckerli für den Hund ist beliebt, aber eigentlich absolut keine gute Idee. Knochen sind für Hunde aufgrund der Splittergefahr ein Risiko. Insbesondere Röhren- und feine Geflügelknochen können zu Verletzungen in der Speiseröhre oder im Magen-Darm-Bereich führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die gefressenen Knochen eine Verstopfung oder einen lebensbedrohlichen Magen-Darm-Verschluss auslösen.
Diese Flüssigkeiten sollte dein Hund nicht trinken
Alkohol: Bei alkoholischen Getränken haben Vierbeiner eine erheblich geringere Toleranzgrenze als wir Menschen, da ihre Leber die Produkte nicht abbauen kann. Bei geringen Mengen Alkohol zeigen Hunde vergleichsweise ähnliche Symptome wie wir Menschen. In größeren Mengen ist Alkohol jedoch sehr gefährlich für Hunde, sodass es zu schwerwiegenden Symptomen wie Erbrechen, Atemnot oder Koma kommen kann.
Koffein und Teein: Der Muntermacher am Morgen mag dir guttun, aber nicht deinem Hund. Teein oder koffeinhaltige Lebensmittel wie Kaffee oder Energy-Drinks wirken sich fatal auf das Nervensystem der Fellnasen aus. Binnen weniger Stunden nach dem Verzehr treten erste Symptome wie Herzrasen und Erbrechen auf. Im weiteren Verlauf können die Nieren von Hunden schwer geschädigt werden.
Milchprodukte: Kuhmilch ist nicht direkt giftig für Hunde, doch kann sie aufgrund der darin enthaltenen Lactose Blähungen und Durchfälle verursachen. Außerdem sind rohe Eier für Hunde nicht bekömmlich. Das hängt mit dem Eiklar zusammen, das Avidin enthält und sich negativ auf den Stoffwechsel auswirkt.
Gelbe Ampel: Diese Lebensmittel dürfen Hunde nur in Maßen fressen
Bei manchen Lebensmitteln macht die Dosis das Gift. Daher gibt es durchaus Lebensmittel, die in einer Grauzone liegen und nur in geringen Mengen von deinem Vierbeiner verspeist werden dürfen:
- Kohlgemüse (bläht stark)
- Steinobst (Gefahr durch Blausäure und verschluckbare Kerne)
- Salz (schädigt in großen Mengen die Nieren)
- zu fettiges Essen
- Mandeln (schwer verdaulich, Erstickungsgefahr durch Kerne)
Tipps: Wie verhindere ich, dass mein Hund etwas für ihn Giftiges frisst?
- Bewahre Lebensmittel, die Tabu sind, außerhalb der Reichweite deines Hundes sicher auf. Dies kann entweder in einem hohen Schrank sein oder in niedrig gelegenen Schubladen, die dein Vierbeiner nicht selbstständig öffnen kann.
- Lasse bedenkliche Lebensmittel nicht offen und unbeaufsichtigt stehen.
- Bringe deinem Hund bei, nicht vom Essenstisch zu stibitzen und herunterfallende Lebensmittel nicht zu essen.
- Verschließe den Müll ordnungsgemäß und stelle ihn außer Reichweite deines Vierbeiners auf.
Wie verhalten, wenn der Hund etwas für ihn Giftiges gefressen hat?
Hat dein Hund trotz aller Vorsicht etwas Giftiges gefressen? Dann solltest du deinen Vierbeiner genaustens beobachten und bei Symptomen schnellstmöglich euren Veterinär aufsuchen. Insbesondere bei eindeutigen Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfällen und Krämpfen solltest du aktiv werden. Aber auch dann, wenn dein Hund unruhig wird, sich apathisch verhält oder zittert, ist der Gang zum Tierarzt unvermeidbar. Teile dem Mediziner unbedingt mit, welche Lebensmittel dein Hund in welchen Mengen gefressen hat.
Im Notfall gibt es verschiedene Optionen, die deinem Vierbeiner helfen können. So kann der Tierarzt Brechmittel verabreichen oder eine Magenspülung mit Kochsalzlösung durchführen. Auch das Verabreichen von Medikamenten und Aktiv¬kohle¬tabletten stellt eine Option dar.
Fazit: Was dürfen Hunde nicht essen?
Wie du siehst, gibt es eine Menge Lebensmittel, die Hunde nicht fressen dürfen. Falls du ausschließlich fertiges Hundefutter und -snacks verfütterst, musst du dir um Vergiftungserscheinungen wenig Sorgen machen. Falls du allerdings Barfzutaten zur Ernährung deines Vierbeiners verwendest, dann solltest du die „verbotenen“ Lebensmittel immer im Hinterkopf behalten. Falls deine Fellnase dennoch etwas Giftiges gegessen hat und Symptome wie Zitter- und Krampfanfälle, Durchfall, Erbrechen oder Lähmungserscheinungen zeigt, so solltest du das Risiko nicht unterschätzen und sofort einen Tierarzt in deiner Nähe aufsuchen.